Fête de la Musique – Musik im Widerstand

Anlässlich des 60. Jahrestages des Volksaufstandes im Juni 1953

21. Juni 2013, (Sommersonnenwende - der "längste" Tag des Jahres)

Tierpark Görlitz

16.oo bis 22.oo Uhr

freier Eintritt

 

In praktisch allen Staaten Europas beschäftigen sich seit Jahrzehnten zahllose Veranstaltungen mit dem Protest gegen die Unterdrückung der kulturellen Identität des tibetischen Volkes durch die Volksrepublik China.

 

Glaubwürdig kann dieser Protest nur dann sein und bleiben, wenn Europa den Wert der Freiheit auch in den eigenen Reihen schützt und achtet. Durch seine doktrinäre Medien- und Kulturpo­litik unter Ministerpräsident Orban missachtet heute gerade Ungarn, ehemals das osteuropä­ische Land, das als „Tor zum Westen“ für die Freiheit stand, massiv die europäischen Frei­heitswerte.


Im Zentrum der diesjährigen Fête de la Mu­sique, im Jahr des mahnenden Gedenkens an den Volksaufstand in der DDR im Juni 1953, steht daher ein Konzert mit tibetischen und ungarischen Musikern. Weghören und Wegse­hen heißt gelten lassen: Nichts ist so fern, dass es einem nicht nahe treten könnte!


Besuchen Sie auch unsere Medienstation mit Berich­ten zur Situation in Tibet und Ungarn!

 


Programm:

16:00 - Medienstation mit Berichten zur Situation in Tibet und Ungarn

 

17:00 - Eröffnung & Begrüßungsworte durch Dr. Sven Hammer, Direktor des Naturschutz-Tierparks Görlitz e. V., und Dr. Michael Wieler, Geschäftsführer der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH


17:15 - Lobsang Dargye, Musik aus Tibet

 

18:15 - W. H., Musik aus Ungarn

 

19:00 - Gesprächsrunde mit den Künstlern, moderiert von Dr. Sven Hammer und Dr. Michael Wieler


19:45 - Musik aus Tibet

 

20:30 - Musik aus Ungarn

 

21:00 - Tierparkklänge

 

22:00 - Ende

 

 

Ein Projekt der Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH in enger Kooperation mit dem Naturschutz-Tierparks Görlitz e. V.

 


Kontakt:

Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH, 02826 Görlitz, Brüderstraße 9, E-Mail: gerd.weise (O) goerlitz.de 

Telefon: 03581 67 24 23


 

Künstler:


  • Der Name der ungarischen Band "W.H." ist ein Monogramm aus William Shakespeare‘s Sonetten. Dem geheimnisvollen Mr. W.H. hat Shakespeare seine Sonette empfohlen. Die Band setzt diese und andere Arbeiten von Shakespeare in musikalischen Kontext. Die Musik von W.H. ist eine Mischung aus Free-Jazz, Afrobeat, der klassischen und zeitgenössischen Musik, so wie der performativen Poesie. Die Band engagiert sich bei den Pro¬testveranstaltungen gegen die neue Kultur- und Medienpolitik ihres Landes.

 

  • Tsewang Norbu wurde 1949 in Tibet geboren und floh im Alter von zehn Jahren nach Indien. Ab 1972 arbeitete er als Deputy Secretary im Büro des Dalai Lama in Delhi, ehe er 1973 nach Deutschland übersiedelte. Er war Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Petra Kelly (Die Grünen) und dann lange Jahre bei der Heinrich-Böll-Stiftung beschäftigt. Tsewang Norbu ist aktives Mitglied in verschiedenen Tibet-Organisationen sowie Mitbegründer und Vorstandsmitglied der Tibet Initiative Deutschland.

 

  • Lobsang Dargye ist in Nordost-Tibet geboren und begann sehr früh, sich für tibetische Musik und Gesang zu interessieren. 1994 floh er nach Indien, wo er eine Schule für Jugendliche besuchte. Nach der Heirat kam er 1999 nach Deutschland und setzte seine Beschäftigung mit tibetischer Musik und Gesang fort. Mit anderen internationalen Musikern hat er seine 1. CD „Looking for Shambala“ herausgebracht.