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Aktuelle Projekte

MYTHOS EUROPA, GÖRLITZ STADTHALLE

In Anwesenheit des Schirmherrn, MP Michael Kretschmer, sowie der Stadtoberhäupter der Europa-stadt Görlitz-Zgorzelec, Siegfried Deinege und Rafał Gronicz, wurde am Freitag, den 13. Juli 2018, um 20 Uhr die Ausstellung „Mythos Europa“ von ANTOINETTE in der Stadthalle Görlitz eröffnet. Als Mittelpunkt der Feierlichkeiten zum Jubiläum 20 Jahre Europastadt Görlitz-Zgorzelec, möchte sie eine Plattform für eine offene Auseinandersetzung zu den Fragen nach den gemeinsamen europäischen Wurzeln liefern. In einer von einem Grenzfluss geteilten Stadt, die nach Jahrzehnten der Trennung gerade im Europäischen das Verbindende fand, hat diese Auseinandersetzung eine authentische Basis und alltagsnahe Dimension.

Die Leipziger Künstlerin ANTOINETTE, die sich seit über 30 Jahren künstlerisch mit der Suche nach der Identität des Kontinents Europa auseinandersetzt, gibt hierzu in und mit ihren Bildern eine Reihe von Denkanstößen. Die Szenen und Geschichten in den Bildern sind bewusst nicht zu Ende erzählt. Sie lassen Raum für Interpretation, für die individuelle Sicht auf die alltäglichen und die großen Themen unserer Zeit.

Informationen

Ort: Stadthalle Görlitz

Zugang: über den Haupteingang

EINTRITT FREI

Ausstellungskatalog: ab 9.10. für 19,90 € erhältlich

Ausstellungszeitraum: 14.7. - 28.10.2018

Führungen: jeden Donnerstag 15 Uhr

Öffnungszeiten: Mo. - So. 10 - 18 Uhr

Veranstalter: Stadt Görlitz, Stadt Zgorzelec 

Gefördert durch die Stiftung der Sparkasse Oberlausitz-Niederschlesien

 

Weitere Informationen finden Sie unter:

www.mythos-europa.eu

www.mythos-europa.org und www.antoinette-kunst.de

KAUFMANNSPALÄSTE AN DER VIA REGIA

 Fernhandelsstraßen dienen nicht nur dem Warenverkehr, sie sind auch interkulturelle Kommunikationsadern. An den Routen entstanden Städte, Wirtschaftsräume und Kunstzentren. Transportiert wurden Waren, Religionen, Weltbilder, Wissen und Ideen. Zu den bedeutenden West-Ost-Magistralen zählt die von Frankreich nach Russland führende via regia, die uns erstmals 1251 als „strata regia“ begegnet. An ihrem mitteleuropäischen Abschnitt entstand die Stadt Görlitz.                 

Die Lage am Flussübergang der Lausitzer Neiße förderte die rasche Entwicklung der Stadt. Vor allem durch Waidhandel, Tuchherstellung und -export sowie stattliche Privilegien stieg Görlitz im Spätmittelalter zur bedeutendsten Handelsstadt zwischen Erfurt und Breslau auf.

Um 1500 trafen hier die innovativen Einflüsse der Zeit zusammen und inspirierten das Baugeschehen. Die Profanarchitektur fand ihren Höhepunkt in der Idee der „Zentralhalle”, einer im Hauskern eingefügten Licht- und Treppenhalle. Sie stellt ein komfortables neues Erschließungskonzept dar und vereint die Funktionalität für den Handel mit repräsentativer Großzügigkeit. Mit dieser Neuerung schufen sich die Tuchhändler nach dem Vorbild der Herrschaftsarchitektur exklusive „Kaufmannspaläste“. Das wichtigste Exponat der Ausstellung ist daher der Ausstellungsort selbst, der noch unrestaurierte Baukörper des Hallenhauses Brüderstraße 9.

In der Schau wird ein Animationsfilm gezeigt, der erstmals versucht, die historische Entstehung der Hallenhäuser vor dem Hintergrund der Entwicklung der Stadt Görlitz seit dem 13. Jahrhundert nachzuvollziehen. Die Entwicklung von der ersten Steinzelle bis zum Kaufmannspalast spiegelt den Bedarf des Groß- und Fernhandels sowie seinen Wandel bis ins frühe 16. Jahrhundert ebenso wider.

Die Ausstellung verweist – neben eigentlichen Erbauungsgeschichte des Hauses Brüderstraße 9 – auf das sich in der Architektur zeigende Selbstverständnis Görlitzer Tuchhändler und ihre Vernetzung entlang der via regia. Sie lässt die wechselhaften Geschichten der Erbauer, Eigentümer und Nutzer des Hauses aufleben.  

 

Ausstellung KAUFMANNSPALÄSTE AN DER VIA REGIA

Brüderstraße 9, 02826 Görlitz

Öffnungszeiten Montag bis Sonntag 10 bis 17 Uhr

Führungen auf Anfrage, EINTRITT FREI

www.kaufmannspalaeste.de